Trotz der Wegwerfgesellschaft-Nachhaltigkeit in kleinen Schritten üben

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und macht es sich gerne so leicht wie möglich. In den letzten Jahrzehnten haben wir es geschafft, Prozesse zu vereinfachen, Maschinen einzusetzen, Arbeitsabläufe weg zu lassen. Das Ergebnis war revolutionär und hat der Menschheit zu einem kostbaren Gewinn verholfen. Dem Gewinn von Zeit!

Aber was machen wir mit der gewonnenen Zeit? Wie nutzen wir Sie? Warum sind wir im Jahr 2016 gestresster denn je, wo wir doch so viel Zeit haben.

Wir hätten Zeit, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, anderen Menschen zu helfen, Pausen zu machen, bewusst einzukaufen, gesund zu kochen.

Es ist jedoch kein Geheimnis, dass nur noch 42 % der Deutschen selbst kochen. Der Rest isst auswärts oder ernährt sich hauptsächlich von Fertigprodukten.

Convenient take-away meal box with rice, meat and vegetable on wooden table top

Ein Trend, der in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Wir essen auswärts, weil wir dann vom gedeckten Tisch aufstehen können und kein Abwasch mehr zu tätigen ist. Essen wir zuhause, bestellen wir entweder beim Italiener um die Ecke oder bei bekannten Internetportalen, um dann den lästigen Rest und die Verpackung sorglos in den Mülleimer zu stopfen.

Young man holding pizza and smartphone isolated on white

Es ist einfach, sich einen Kaffee to go zu holen, als mit der Kaffeemaschine morgens einen frisch gebrühten Kaffee zu kochen. Wer hat denn dafür noch Zeit?

kaffee im pappbecher

Wer nimmt sich noch die Zeit bei der Gemüsefrau an der Ecke einzukaufen und sich dann leicht zerknittert erklären zu lassen, dass es derzeit eben die ein oder andere Obst der Gemüsesorte nicht gibt, weil die Jahreszeit es nicht hergibt. Welch ein Schock! Schließlich möchten wir jederzeit Erdbeeren, Feldsalat und Spargel genießen. Wen kümmert es schon, wo es her kommt.

schale mit erdbeeren

Wir möchten alles gleich, direkt und schnell. Es muss immer das Neueste und Schönste sein, möchten dabei aber auf jeden Fall ein Schnäppchen machen. Schließlich sind wir klug und wissen wie es geht. Wir wollen im Trend liegen und mitreden können.

Wir sind oft achtlos und bequem. Haben wir in der Eile die Einkaufstüte zuhause vergessen, kaufen wir eben schnell eine neue Plastiktasche.

Da sich mittlerweile die Tüten daheim stapeln, weil man sie bei passender Gelegenheit eben gerne vergisst, schmeißt man den lästigen Plastikmüll dann eben schnell mal weg.

Uns Alle erfasst ein Unbehagen, wenn wir dann ab und an solche Zeilen lesen und natürlich fragt man sich dann: „Was nutzt es, wenn ich es anders mache und der Rest der Welt nicht“

Berechtigte Frage aber ganz so einfach ist es nicht. Es gibt doch zunehmend mehr Menschen, die sich der totalen Verschwendungsfrage stellen. Die mit kleinen Schritten versuchen diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.

Vielleicht sollten wir einfach mal darüber nachdenken, welchen Beitrag wir zu Nachhaltigkeit bringen könnten ohne gleich unser ganzes Leben umzustellen.

Hier sind ein paar Tipps, die für jeden umzusetzen sind.

…wenn man es will!

Neue Wege gehen...

Weniger ist mehr! Braucht man wirklich alle Kleider, die man derzeit im Schrank hat. Schaffen Sie Platz für die wirklich wichtigen Dinge. Werfen Sie altes nicht einfach weg, es gibt auch in unserem Land viele Menschen, die sich über Dinge freuen, die Sie nicht mehr benötigen.

Regionale Produkte kaufen! Man muss nicht zu jeder Jahreszeit alles genießen. Wenn wir immer und ständig das bekommen, auf was wir gerade Lust haben, auf was soll man sich dann noch freuen? Wann haben wir dann das Gefühl wir bekommen etwas Besonderes. Lange Wege, über die Nahrung zu uns kommt, z. B. von Übersee, sind zeit und kostenaufwendig und schaden der Umwelt.

Einwegverpackungen meiden! Muss man beim Einkauf wirklich jedes Stück Gemüse in eine eigene kleine Plastiktüte stecken. Bringen Sie zum Einkaufen Ihre eigene Tasche, Rucksack, Korb mit. Auch beim Metzger oder Bäcker, kann man die Ware direkt in mitgebrachte Behältnisse füllen.

Reparieren Sie doch mal wieder… Ein typisches Merkmal unserer Wegwerfgesellschaft ist, dass wir kaum noch Dinge reparieren. Ist ein Gegenstand defekt, die Garantie abgelaufen, wird er direkt entsorgt. Vielleicht sollten wir wieder dahin zurück, wie unsere Eltern und Großeltern gelebt haben. Da nahm man sich die Zeit und hat erst einmal versucht zu reparieren. Konnte man das nicht selbst, fragte man Vater, Bruder oder Nachbar. Ich gebe zu, es ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach etwas selbst zu reparieren. Ich behaupte sogar, dass von der Industrie ganz genau geplant ist, ein Gerät mit Ablaufen der Garantie entsorgen zu müssen, um ein neues zu kaufen. Trotzdem machen wir es uns oft zu leicht.

 

kid boy and his father fixing toy trunk

 

Auch in unserem Unternehmen kam die Idee auf, Rückläufer, falsch konfektionierte oder auslaufende Artikel nicht einfach zu entsorgen, sondern sie auf sinnvolle Weise zu verwerten. Ein Beispiel finden Sie in meinem nächsten Blog…

 

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